Achtung! Deutsche Sicherungsfonds sind nicht mehr sicher

DAS hören Sie so nicht in Tagesschau, heute journal & Co, aber es ist wahr: Wie die Europäische Bankenaufsicht ermittelte, sind die Deckungsquoten für die deutschen Sicherungsfonds nur zu 50 Prozent erreicht – und das im Angesicht eines Italien-Crashs!

Unsichere Sicherungsfonds

Fakt: Seit 2014 ist in der Eurozone gesetzlich vorgeschrieben, dass Banken und Sparkassen alle Einlagen ihrer Sparer bis 100.000 Euro zu 0,8 Prozent durch eigene Mittel absichern müssen. In diese Töpfe zahlen hierzulande Sparkassen, Volksbanken und Privatbanken innerhalb ihrer jeweiligen Verbände ein. Ziel: sich im Krisenfall gegenseitig helfen zu können.

Doch das, was im GEZ-TV nicht thematisiert wird, ist äußerst wichtig für Sie als deutscher Sparer:

Wolf Klinz, der Wirtschaftspolitische der FDP im Europaparlament, hat auf der Basis von Zahlen der Europäischen Bankenaufsicht EBA errechnet, dass die nationalen Sicherungsfonds für Bankkunden in den meisten EU-Ländern nicht ausreichend gefüllt sind. Lediglich in 6 der 19 Eurozonen-Staaten wurden die vorgeschriebenen 0,8 Prozent* erreicht:

  1. Lettland
  2. Portugal
  3. Belgien
  4. Finnland
  5. Estland
  6. Griechenland

Interessant dabei: Das Dauer-bankrotte Griechenland hat SEINE Sparer mit EU-Geld abgesichert.

Mehr dazu: Angst vor dem Italien-Crash: Deutsche Steuerzahler sollen noch MEHR für bankrotte EU-Banken haften

Deutsche Sicherungsfonds nur mangelhaft

In Deutschland beträgt der Anteil in den Sicherungsfonds hingegen nur 0,4 statt der vorgeschriebenen 0,8 Prozent. Zwar haben die Banken und Sparkassen noch bis 2024 Zeit, ihre Fonds aufzufüllen, aber angesichts eines Italien-Crashs und dem drohenden Zerfall der EU dürfte das die deutschen Sparer nicht gerade beruhigen.

Fakt ist also: Derzeit sind die deutschen Sicherungsfonds nur zu 50 Prozent gefüllt und sollte eine oder mehrere Banken pleite gehen, dann wäre das sehr schnell das »Aus« für die Absicherung bis 100.000 Euro. Und wenn dann noch die Bankenunion kommt, dann gute Nacht …

* Ausnahmen gelten für Frankreich (nur 0,5 %) sowie Luxemburg, Malta, Griechenland und Estland, dessen Banken mehr als 0,8 % der Spareinlagen absichern müssen.


Quellen:
Statistik und Zahlen EBA
Berechnungen Wolf Klinz (FDP)
DER SPIEGEL 24/2018

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