Achtung: Neue Anti-GEZ-Musterschreiben

Im Internet kursieren neue Anti-GEZ-Musterschreiben. Lassen Sie sich von ihnen nicht verführen. Sie dürften genauso wirkungslos sein wie viele zuvor. Denn es gibt nur wenige legale Möglichkeiten, sich der GEZ zu entziehen.

DER ultimative Ratschlag?

Im Internet kursieren wieder einmal Musterschreiben, die verhindern sollen, dass Sie Ihre GEZ-Gebühren zahlen müssen, bzw. eine Vermögensauskunft abgeben müssen.

Aktuell sind sie auf MMnews veröffentlicht worden:

Mit dem Titel »GEZ: Achtung, neue Vollstreckungswelle – was tun?« und dem Teaser: »Was tun, wenn der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht und den ARD-ZDF-Tribut erzwingt? Den richtigen Umgang mit den öffentlichen-rechtlichen Gebühren-Eintreibern zeigen Musterschreiben« wird suggeriert, man könne damit die Zahlung/Vollstreckung der GEZ-Gebühren hinauszögern oder gar verhindern.

Die bittere Wahrheit

Für mein Buch »GEZ – Wie mit Zwangsgebühren Staatspropaganda finanziert wird und warum diese abgeschafft werden sollten« und meine Leser habe ich alle Ratschläge/Tipps und Musterschreiben, die ich recherchieren konnte, unter die Lupe genommen. Ich bin sogar so weit gegangen, dass ich die GEZ selbst mit jedem einzelnen »Tipp« konfrontiert habe und wissen wollte, ob irgendeiner dieser Ratschläge Erfolg haben würde.

Dort wurde nur mit dem Kopf geschüttelt und gesagt, dass dies alles »fantasiereiche Theorien« wären und zu den zig Musterschreiben, die im Internet kursieren: »Alle versprechen den ‚Sieg gegen die GEZ‘. Rechtlich fundiert aber sind sie nicht. Dementsprechend erfolglos ist ihr Einsatz.«

Deshalb mein Rat an Sie: Solange die Rechtslage so ist, wie sie ist, haben Sie einfach KEINE Chance, sich der Zahlung der GEZ-Zwangsgebühren zu entziehen. Es gibt nur wenige LEGALE Möglichkeiten, die tatsächlich funktionieren und auf diese gehe ich in meinem Buch genau ein.

Darüber hinaus gibt es derzeit KEINE Möglichkeiten, die GEZ-Gebühr zu verhindern, egal, was man Ihnen erzählt.


Quellen:
Michael Grandt: GEZ, Rottenburg 2018, S. 158f.
http://www.mmnews.de/vermischtes/69275-gez-achtung-neue-vollstreckungswelle-was-tun?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed:+mmnews/Qliz+(MMnews)
https://www.kopp-verlag.de/GEZ.htm?websale8=kopp-verlag&pi=970300&ci=000339

8 KOMMENTARE

  1. Ich würde ja noch Zugeständnisse machen, wenn der Beitrag ungefähr 2,10€ für Fernsehen und 0,80€ für Rundfunk betragen würde. Aber den Fernsehleute eine vergoldete Villa finanzieren – nein Danke!

  2. So lange sich der souveräne Mensch zu einer juristischen Person macht, die mit Geburtsurkunde errichtet wurde und Eigentum der BRD ist, so lange gibt es kein entrinnen!
    Deshalb Frage ich mich, wieso diese Täuschungen nicht erklärt werden?
    Familienname oder Name, das ist der Unterschied zwischen natürlicher Person und juristischer Person!
    Letztlich ist es ganz einfach wenn es verstanden wurde

  3. Herr Grandt, ich wünschte mir, man würde Ihnen keine Plattform geben, um Ihr Buch anzupreisen.
    Was Sie hier schreiben ist nur MIST.
    Das BVerfG hat eindeutig klargestell, dass Selbsttittulierungen – RECHTSWIDRIG sind. Und wenn ein-e Bürger-in gegen die
    Zwangsanmeldung WIDERSPRUCH eingelegt hat, haben die GEZ-Geier keine Rechtsgrundlage für Ihre Forderung.
    Öffentlich-Rechtlich hat was mit STAATSHAFTUNG zu tun. Länderminister die gegen die Privatautonomie Verträge zu Lasten Dritte
    abgeschlossen haben, sind generell RECHTSWIDRIG.
    Die GEZ haben nur auf Vertragsbasis Anspruch!!
    Sie sollten besser die gültigen Gesetze lesen, statt das System anzubeten. MfG

    • Funktioniert alles nicht oder nur eine gewisse Zeit, habe alle diese Fälle recherchiert. Ich führe hier zudem keine Reichsbürgerdebatte, das bringt den Menschen nichts, die sogar mit Beugehaft beddroht werden, wenn sie ihre GEZ nicht bezahlen, alles andere ist Wunschdenken und widerspricht der gängigen Rechtssprechung (bis zu einer endgültigen Stellungnahme des BVG).

  4. Der Mann will oder muß natürlich sein Buch verkaufen, weswegen er die Lösungsansätze anderer – seien sie gegeben oder auch nicht – generell verneint. Darüber hinaus, so sehe ich das, dürften seine Einlassungen zum Thema eher weniger beizutragen haben.

  5. Hallo, ich zahle seit 5 Jahren ( in Worten FÜNF ) keine GEZ Zwangsgebühren und das erfolgreich!!!! 3 Vollstreckungsversuche des Finanzamtes erfolgreich abgewehrt!!!!!! Die Rundfunkanstalten haben keine Hoheitsrechte und dürfen keine vollstreckbaren Titel ausstellen. Das Finanzamt kann nur für Steuern oder im Amtshilfeersuchen einer anderen Behörde Titel erstellen. Siehe Verwaltungsverfahrengesetz und Abgabenordnung. Der Rundfunk ist aber keine Behörde – dann wäre er ja ein Staatsfernsehen. Das wird ja von den Politikern aber bestritten. Die Mahnungen der Rundfunkanstalten: Beitragsbescheid ( gelogen weil Bescheide nur eine Behörde austellen darf und das ist ein vollstreckbarer Titel – auch gelogen weil keine Hoheitsrechte. Wer von einer Vollstreckung bedroht wird, sollte sich vom Finanzamt den Titel zeigen lassen – Akteneinsicht!!!! Es liegt kein Tiel vor!!! Ohne Titel keine Vollstreckung.

  6. Die gegenwärtige Rechgtslag sieht so aus:
    »Lieber Herr Grandt,
    wie besprochen hat der Gesetzgeber die Möglichkeiten der Befreiung oder Ermäßigung vom Rundfunkbeitrag in § 4 RBStV klar geregelt.
    Danach können sich Bürgerinnen und Bürger lediglich dann von der Rundfunkbeitragspflicht befreien lassen, wenn sie bestimmte Sozialleistungen wie zum Beispiel Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II erhalten.

    Ein Sonderfall ist die sogenannte Härtefallbefreiung. Diese kommt für Bürgerinnen und Bürger in Betracht, die keine der Sozialleistungen erhalten, die eine Befreiung rechtfertigen würden, weil Ihre Einkünfte die Bedarfsgrenze überschreiten. Voraussetzung: Das jeweilige Einkommen überschreitet den sozialen Bedarf um weniger als die Höhe des monatlichen Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro (…)
    Neben der Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht aus sozialen Gründen gibt es außerdem die Möglichkeit, einen ermäßigten Rundfunkbeitrag zu beantragen. Dies kommt für Bürgerinnen und Bürger infrage, auf deren Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen RF vermerkt ist. Sie zahlen nur 5,83 Euro im Monat (…)
    Darüber hinausgehende Möglichkeiten der Befreiung oder Ermäßigung hat der Gesetzgeber nicht vorgesehen (…)«

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