Beitragserhöhungen trotz GIGA-Überschüsse?

Die GEZ-Sender haben Überschüsse von über 1,5 Milliarden (!) Euro, rufen aber nach Beitragserhöhungen. Wo ist die Kohle geblieben?

Mehr Geld trotz Überschüsse?

Die Bosse der Rundfunkanstalten rufen nach immer mehr Geld und Beitragserhöhungen. Aber durch Ihren GEZ-Beitrag sind in den vergangenen Jahren Millionen-Überschüsse entstanden. Wo ist die Kohle geblieben?

Immerhin hat die GEZ zwischen 2013 und 2016 (Zahlen für 2017 gibt es noch nicht), laut aktuellem KEF-Bericht einen Überschuss von 1,589 Milliarden Euro angehäuft.

Woher kommen die Überschüsse?

Die Überschüsse durften die Medienanstalten erst ab 2017 ausgeben. Das Geld stammt hauptsächlich aus der Umstellung der Gebührenerhebung nach altem GEZ-Modell auf das Modell des Beitragsservices. Denn bis 2013 wurde der Rundfunkbeitrag pro Gerät berechnet, seither gilt die Gebühr für jeden Haushalt. Das brachte VIEL mehr Kohle ein!

WIE sollen wir Zwangsbeitragszahler also verstehen, dass die GEZ-Sender permanent nach mehr Geld verlangen, wenn sie doch diese GIGA-Reserven auf der hohen Kante liegen haben?

Auch dafür gibt es eine »Erklärung«: Die Mittel werden nur nach Bedarf ausgegeben. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) berechnet diesen Bedarf alle vier Jahre. Als die Überschüsse von 2013 bis 2016 von fast 1,6 Milliarden Euro entstanden, war der Bedarf für diese Jahre jedoch bereits ermittelt und deshalb auf Sperrkonten gelagert.

Für die Beitragsperiode 2017-2020 ist der Überschuss nicht mehr gesperrt, sondern in den Bedarfsplan von ARD, ZDF und Deutschlandfunk einberechnet.

WGs im Visier der GEZ-Fahnder

Im Mai 2018 folgt ein neuer Datenabgleich der GEZ mit den Einwohnermeldeämtern, dann dürfte es für den Kraken wieder neue Kohle geben.

Besonders im Visier: Wohnungsgemeinschaften (WGs). Wenn der WG-Betreiber nämlich Beitragszahler war, aber dort ausgezogen ist, gab es in der betreffenden WG keinen GEZ-Zwangszahler mehr. Und genau das werden die Gebühreneintreiber feststellen und neue Beitragszahler finden – garantiert!


Quelle:
https://www.nrz.de/kultur/fernsehen/wohin-fliessen-millionen-ueberschuesse-beim-rundfunkbeitrag-id214109573.html

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