Bürgen für Flüchtlinge werden zur Kasse gebeten – jetzt soll Merkel helfen

Bürgen für Flüchtlinge sollen bis zu 60.000 Euro an Kommunen für die Lebenshaltungskosten bezahlen. Diese sind »überrascht« und fordern nun auch dafür eine politische Lösung.

Klamme Kommunen fordern Geld

Können Sie sich noch an die Welcome-Szenen an den Bahnhöfen erinnern? Teddybären, Luftballons, Süßigkeiten, Geklatsche und Jubel ohne Ende? Manche der Welcomer haben sich sogar dazu hinreißen lassen, für »ihre« Flüchtlinge zu bürgen. Allein in NRW gibt es rund 7.000 Bürgen. In ganz Deutschland sind es viele Tausende. Doch immer mehr von ihnen geht’s jetzt an den Kragen, denn die klammen Kommunen fordern Geld.

Hier ein Beispiel: Hilde W., pensionierte Beamtin und ihr Mann helfen seit Jahren Asylsuchenden. Sie bürgten auch für syrische Flüchtlinge. Bisher mussten sie 21.000 Euro für die Lebenshaltungskosten an die Kommune zahlen. Und das wird noch viel mehr werden.

Ein weiteres Beispiel: Flüchtlingsbürgin Magdalene W. Auch sie hat für Syrer gebürgt: »Frau Merkel hat doch gesagt: Wir schaffen das.« Für sie war das eine Aufforderung. Jetzt hat sie eine Geldforderung der Kommune von 8.000 Euro erhalten.

Stefan S.-N. muss sogar mehr als 60.000 Euro für seine Flüchtlinge bezahlen. Er hatte gleich für sieben Syrer gebürgt. Syrer in Minden hatten ihn um Bürgschaften gebeten. »Da habe ich unterschrieben«, sagt er. »Ich war ja auch bereit, bis zur Anerkennung des Asyls zu zahlen. Das wären vielleicht 10.000, 12.000 Euro gewesen. Aber eben nicht für den gesamten Zeitraum.«

Merkel soll helfen

Denn was viele bis heute nicht wissen, obwohl es seit 2016 Gesetz ist: Die Bürgen müssen drei Jahre lang die Kosten für die Unterbringung übernehmen. Das gilt vor allem auch dann, wenn der Asylantrag bereits anerkannt wurde.

Doch rausreden können sich die Welcomer nicht, denn als Bürgen müssen sie Verpflichtungserklärungen unterschreiben – und dies geschieht auf freiwilliger Basis. Doch das Gejammere ist jetzt groß.

Die Bürgen fordern jetzt eine politische Lösung von der Politik und der Kanzlerin. NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) hatte bereits vor einem Jahr Hilfe für Flüchtlingsbürgen angekündigt. Doch bisher ist noch nichts geschehen.

Meine Meinung: Wenn ich für etwas bürge, muss ich auch dafür geradestehen. BEVOR ich mich dazu entschließe, muss ich mir darüber im Klaren sein, WAS das bedeuten kann. Dies ist nicht nur bei den Flüchtlingen so, sondern auch, wenn Sie bei einer Bank bürgen. Dort können Sie dann auch nicht nach einer politischen Lösung bitten, wenn Sie dann als Bürge zur Kasse gebeten werden.

Mehr zum Thema: Flüchtlinge: »Es gibt keine moralische Pflicht zur Aufnahme«

Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/fluechtlinge/fluechtlingsbuergen-minden-102.html

6 KOMMENTARE

  1. aber natürlich müssen die Bürgen zahlen.
    eigentlich sollte alle die Welcomer zahlen,denn die wollten die Flüchtlinge und wer etwas will soll zahlen!

  2. Ganz richtig!!!lasst die gutmenschen bezahlen wer so eine Fachkraft haben wollte soll auch dafür bezahlen selbst wenn ihr gesamtes hab und gut dabei drauf geht zahlen zahlen zahlen Blüten sollen die willkommer gutmenschen

  3. Der wirklich DUMME Mensch zeichnet sich in erster Linie durch ZWEI universelle Eigenschaften aus:
    1. Er hat nie gelernt und wird nie lernen, zwischen WICHTIG und UNWICHTIG zu unterscheiden.
    2. Der wirklich DUMME Mensch lernt AUSSCHLIEßLICH durch Schmerz und Verlust.

  4. Diese ARSCHLÖCHER sollte man zahlen lassen, bis sie in der Unterhose dastehen!
    Eher würde ich mein Geld versaufen oder für Nutten ausgeben als für dieses Gesindel.

  5. Der Artikel lässt leider die Information aus, dass die Bürgen im Vorfeld belogen wurden. Das Gesetz, dass die Bürgschaft auf 3 Jahre Minimum ansetzt, ist erst kurz vor der Idee mit den Bürgschaften geändert worden.
    Zufall, oder wollte man bewusst leichtgläubigen Deutschen ihr Geld aus der Tasche ziehen?

    Der Schwarze Peter gehört hier nicht den Bürgen allein (obwohl man einer Bürgschaft, egal für wen oder was, stets skeptisch gegenüberstehen sollte), sondern eben auch der Regierung, die versprochen hat, das mit Abschluss des Asylantrages auch die Verpflichtungen enden. Dem war aber nicht so, die Regierung hat also klar gelogen.

  6. Wer die Lokalrunde bestellt, muß sie auch bezahlen. Mal über Konsequenzen vorher nachdenken schadet diesen Gutmenschen auch nicht, jetzt bekommen sie halt die wohlverdiente Rechnung für ihr Verhalten. Super!

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