Ist die BILD-Zeitung »rechts«?

Julian Reichelt, „Bild“-Chefredakteur

SO schnell wird man »rechts«: Beobachter bescheinigen der größten deutschen Tageszeitung unter dem Chefredakteur Julian Reichelt einen »Rechtsruck« wegen Themen wie Flüchtlingen, Ausländer und Gewalt. Zudem würde das Blatt überwiegend von berufstätigen Männern mit »vergleichsweise niedrigen Bildungsabschluss« gelesen.

»Seismograf« deutscher Befindlichkeit

Das Fachmagazin »Journalist« geht in seiner neuen Ausgabe hart mit der BILD ins Gericht. Die BILD ist mit einer täglichen Auflage von 1,5 Millionen Deutschlands meistgelesene Tageszeitung. Sie erreicht Tag für Tag an die 10 Millionen Leser. In einem aktuellen Factsheet von Media Impact ist sogar zu lesen, dass die BILD »der Seismograf der deutschen Befindlichkeit« sei.

Ist BILD eine Zeitung für »Bildungsferne«?

Genau das aber bezweifeln die Autoren eines kritischen Artikels im »Journalist«. Ihre Kritik stützt sich auf das Ergebnis einer Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse und der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse. Nach der »überwiegen« unter den BILD-Lesern »berufstätige Männer mit einem vergleichsweise niedrigen formellen Bildungsabschluss.« Mehr als die Hälfte seien Fach- oder Hilfsarbeiter oder stammen aus einem Haushalt, in dem der Hauptverdiener ein Arbeiter ist. Nicht einmal 16 Prozent der BILD-Leser hätten Abitur oder ein Studium absolviert.

Ist die BILD also etwas für »bildungsferne Arbeiter«, den »kleinen Mann«? So wird es jedenfalls in dem Artikel suggeriert.

»Rechtsruck« bei BILD?

Aber nicht nur das, die Themenanalyse zeige einen »Rechtsruck«, so die Autoren weiter: »Aktuell bescheinigen viele Beobachter der Zeitung einen Weg hin zu einem strukturellen Konservatismus, um nicht zu sagen: einen Rechtsruck«. Und weiter: »Klar ist jedenfalls, dass unter der Ägide des neuen Chefredakteurs Julian Reichelt, die zum 1. März begann, bis Mitte Juni Schlagzeilen dominierten, bei denen es um den Zusammenhang zwischen Ausländern, Flüchtlingen und Gewalt ging.«

Die Autoren »beweisen« dies so:

17 von 65 Tagesaufmachern beschäftigten sich im Zeitraum zwischen 1. März und 12. Juni 2018 mit den Themen Ausländer, Flüchtlingen und Gewalt (das sind 26 Prozent). Unter anderem zitieren sie Schlagzeilen, in der ein Flüchtling aus Eritrea im Zug »ausrastet« oder über »Killer«, die nicht rechtzeitig abgeschoben wurden, bevor sie hierzulande mordeten.

Daraus konstruieren die Journalist-Autoren wiederum einen Schwenk zum »einfachen Arbeiter«: »Jedenfalls ist weithin bekannt, dass der formale Bildungshintergrund eine starken Einfluss auf die Haltung gegenüber Flüchtlingen hat (…)« Und weiter: »Auch die Tatsache, dass BILD-Leser überwiegend männlich sind, dürfte die Einstellung zur Sache massiv beeinflussen. Die Bertelsmann-Stiftung berichtet von einem starken Gendereffekt: So lehnten im vergangenen Jahr 28 Prozent der Männer Integrationsbemühungen ab, aber nur 19 Prozent der Frauen.«

Moritz Tschermak, Redaktionsleiter des Bildblogs, des bekanntesten Portals für Kritik an BILD, bescheinigt Julian Reichelt, dem Chefredakteur der Boulevardzeitung, dass BILD unter ihm sich von der Mitte »hin zum rechten Rand« wegbewegt hätte.

SO schnell also wird man »rechts«, Herr Reichelt. Schön, dass auch Sie jetzt die Erfahrung machen müssen.


Quelle:

Olaf Wittrock/Anna Friedrich/Henrietta Walter: Der Seismograf von Bild ist kaputt, in: Journalist 07/2018, S. 51ff.

Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse und der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse vom Juni/Juli 2018

Bertelsmann-Stiftung: Bevölkerungsumfrage »Willkommenskultur im Stresstest« 2017

 

6 KOMMENTARE

  1. Die BILD-Auflage ist im freien Fall und der wurde extrem beschleunigt durch die damalige „Rapefugees welcome!“ – Aktion der Zeitung, deren Werbeknopf Außenminister Gabriel demonstrativ in den Bundestag trug.

    Nachdem das Blättchen bald aus der Millionenauflagenregion herausgefallen sein wird und nur noch Hunderttausender gedruckt werden, zieht man die Notbremse und verschei**ert den Malocher nicht Tag für Tag. Man präsentiert ihm jetzt einen Hauch von Fakten der illegalen Masseneinwanderung und des Asyltourismus. Aber das hilft der Zeitung auch nicht mehr aufs Fahrrad.

  2. Immer wenn ich etwas anstreichen muß, leiste ich mir eine „Bild“ als Tropfschutz. Auch als Unterlage fürs Katzenklo ist sie sehr zu empfehlen.

  3. Dieser Reichelt iost von dieser Sorte „erbärmlicher Wichser“ der auf dem Schulhof immer die hässliche Fresse poliert bekam. Heute will er die ganze Weklt dafür bluten lassen. Egal wie oft er auf seine häßliche, wertlose Fresse bekam, es war immer einmal zu WENIG!!!

  4. Die Bildzeitung ist ein Speichellecker der zionistischen Finanzmafia…
    Weder links noch rechts,sondern einzig und allein knallharter Komplize des Us Welthegenoms.

    Dieser Globalistenagenda ordnet dieses Drecksblatt alles unter.

    Springer ist genausowenig links/rechts wie das Merkelregime.

    Für die gibt es nur wir unterstützen die da oben und treten die da unten…
    Alles andere ist Manipulation auf unterster Stufe.

  5. Bild sprach mit den Toten, das war die Losung vor ein paar Jahrzehnten und sagt eigentlich alles aus.

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