»Lückenpresse« unterschlägt 1 Million Arbeitslosengeld-Empfänger!

Monat für Monat wird die Arbeitslosenstatistik nur »geschönt« von den GEZ-Medien & Co. wiedergegeben.

Die Republik jubelt!

BILD und alle anderen GEZ-»Lückenmedien« melden heute: 2,458 Millionen Arbeitslose.

Und: »Das ist der niedrigste Wert in diesem Monat seit der Wiedervereinigung.«

Super!

Die Republik jubelt und dennoch hat man in dieser frisierten Statistik rund 1 Million Menschen herausgerechnet.

In Wahrheit sind es nämlich 3,441 Millionen Menschen, die Leistungen der Arbeitsagentur erhalten, was man in der Statistik selbst nachlesen kann, wenn man es nur will.

Frisiert, geschönt und gefärbt

Die Zahlen werden nämlich frisiert, gefärbt und geschönt. Die Bundesagentur für Arbeit gab das bereits 2013 zu.

Ich zitiere hier wörtlich (Hervorhebungen durch mich):

»Durch das Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2009 eine Reihe von Instrumenten verändert, abgeschafft oder neu gestaltet (…) Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. Dies galt auch schon für Teilnehmer an Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (…) Erwerbsfähige Hilfsbedürftige, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende bezogen haben, ohne dass ihnen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten worden ist, gelten nach Ablauf dieses Zeitraums für die Dauer des jeweiligen Leistungsbezugs nicht als arbeitslos (…).«

Arbeitslos sind also nur jene Menschen, die offiziell nach § 16 SGB III als Arbeitslose nicht mehr »wegzudefinieren« sind.

Nicht als arbeitslos gelten demnach:

  • Kurzarbeiter + ABM (Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen)
    • Beschäftigungszuschuss
    • Berufliche Weiterbildung (einschließlich Reha)
    • Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (einschließlich Reha-Restabwicklung)
    • Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
    • Vorruhestandsähnliche Regelungen, Personen in geförderter Altersteilzeit
    • Förderung der Selbstständigkeit durch Gründungszuschuss u. ä.
    • Personen, die arbeitsunfähig sind und Arbeitslosengeld beziehen
    • Aktivierung und berufliche Eingliederung
    • Ein-Euro-Jobber
    • Alle Personen ab einem Alter von 58 Jahren, die seit mindestens zwölf Monaten Arbeitslosengeld II beziehen und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben.
    • Zusätzlich streicht die Arbeitsagentur alle aus der Statistik, die eine Vermittlung erschweren, weil sie ihre Pflichten bei der Jobsuche nicht erfüllen.

Eine Art der Definition

Und das sind im März 2018 genau 983.000 Menschen!

Sie gelten zwar offiziell nicht als arbeitslos, erhalten aber Geld von der Arbeitsagentur. Also alles Augenwischerei und eine Art der Definition!

Die Menschen tauchen zwar in der Statistik als »Personen, die im weiteren Sinne arbeitslos sind« und als »Personen, die nahe am Arbeitslosenstatus sind« auf, nicht aber in den sich überschlagenden Meldungen der Lückenpresse!

So werden Ihnen fast 1 Million Menschen unterschlagen, die ebenfalls Leistungen der Bundesagentur kassieren.

Glauben Sie den »Lückenmedien« also nichts und machen Sie sich Ihr eigenes Bild!

Quellen:
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201803/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201803-pdf.pdf, insbesondere die Seiten 37,48, 65.
https://www.bild.de/geld/wirtschaft/arbeitslosenzahlen/weniger-im-maerz-55241536.bild.html

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here