Nutzen Terroristen »psychisch Kranke« für Attentate?

Attacken in Münster, Lübeck, Toronto mit Toten und Verletzten. Was auffällt: Kaum eine Regierung oder eine Behörde gibt mehr zu, dass es sich auch um Terroranschläge gehandelt haben könnte. Fast immer sind die Täter »psychisch labil«, das aber zeigt noch lange nicht, dass sie KEINE Terroristen sind, im Gegenteil sogar!

Immer nur »psychisch kranke« Täter, das ist nicht mehr glaubwürdig

Fahrzeuganschläge, Messer-, Machetenangriffe und Axtattacken in München, London, Nizza, Köln, Rotterdam, Ansbach, Würzburg, Reutlingen oder jüngst in Münster, Lübeck und Toronto (die Liste ließe sich beinahe endlos fortsetzen), fast immer ging man zuerst von einem Anschlag oder einer Terrorattacke aus und immer wurden die Täter dann als »psychisch krank« eingestuft und so in der Öffentlichkeit präsentiert.

Viele beunruhigte Menschen glauben das aber nicht mehr. Es kommt einfach zu oft vor. Es scheint so, als würden Sicherheitsbehörden und Regierungen den Begriff »Terror« nicht mehr in den Mund nehmen wollen, weil die Bevölkerung so verängstigt ist wie noch nie.

Terroristen sind psychisch krank und umgekehrt sind psychisch Kranke auch Terroristen

Gehen wir also hypothetisch davon aus, dass diese Täter tatsächlich »psychisch krank« waren und sind. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie deshalb keine Terroristen sind! Die forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh gab dazu bereits vor einiger Zeit ein bemerkenswertes Interview in der Welt, aus dem ich zitieren möchte (Hervorhebungen durch mich):

Saimeh: »Aber psychotische Täter neigen auch dazu, Themen aus der Gesellschaft in Wahngedanken einzubauen und schließlich diese Handlungen umzusetzen. Täter, die bereit sind, ihr eigenes Leben zu lassen, beschäftigen sich in der Fantasie im Vorfeld auch damit, wie die Umgebung auf ihren eigenen Tod reagieren wird.«

Weiter:

»Es gibt noch drei weitere relevante Gruppen, die nicht im eigentlichen Sinne psychisch krank sind: Da gibt es eine große Zahl von Personen, die schon vorher mit Gewaltstraftaten auffällig geworden sind oder mit Drogendelikten. Sie sind impulsiv, gewaltbereit und finden im Terror eine passende Ideologie für ihr ohnehin antisoziales Verhalten. Andere zeigen deutlich paranoide Persönlichkeitszüge. Wieder andere Täter stammen aus der normalen Mittelschicht und radikalisieren im Lauf ihrer Biografie, häufig dann, wenn persönliche Lebenskrisen auftreten, mit denen sie nicht fertig werden. Sie befinden sich in einer Phase des Umbruchs, etwa ein Scheitern im Beruf oder familiäre Brüche. Radikalisierung verspricht Halt, Orientierung und die Gewissheit, auf der vermeintlich richtigen Seite zu sein

Und weiter:

»So etwas wie eine terroristische Persönlichkeit gibt es zwar nicht, aber bei vielen Attentätern fallen dennoch bestimmte persönlichkeitsstrukturelle Elemente auf. Das sind vor allem paranoide Persönlichkeiten, narzisstische Persönlichkeiten mit einem sehr starken Bedürfnis nach eigener Geltung und Bedeutung bei gleichzeitig abnorm hoher Kränkbarkeit (…) Und dann gibt es natürlich noch die Chef-Ideologen, die Anführer: Sie können Menschen extrem gut manipulieren und haben ein hervorragendes Gespür dafür, wer wenig gefestigt ist. Terroristische Propaganda zielt ja immer auch darauf, andere Menschen zu dehumanisieren (…)«

Saimeh ergänzt:

»Fanatisierung entfernt sich ja vom Boden der Rationalität. Und der Übergang ins Wahnhafte ist fließend. (…) Die Idee, dass man die Welt verbessert, indem man sich und möglichst viele andere tötet, wird durch keine Erklärung der Welt vernünftig.«

Und dann gesteht sie:

»Zwar gibt es auch im engeren Sinne psychisch kranke Terrortäter, aber sie bilden nur eine kleine Gruppe. Bei ihnen handelt es sich oft um Einzeltäter, oder ihre psychische Labilität wird bewusst durch eine Organisation ausgenutzt.«

Damit steht also fest: »Psychisch krank« ist nicht immer der Grund, KEIN Terrorist zu sein, ja sogar noch mehr: Terroristen können psychisch Kranke sogar gezielt für ihre Zwecke einbinden. Zudem sind Terroristen per se psychisch krank. Lassen Sie sich also von dem »Markenzeichen« eines »psychisch kranken Täters« nicht aufs Glatteis führen. Es kann auch ein Terroranschlag dahinterstecken, den man so kaschieren will.

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Quelle:
https://www.welt.de/politik/ausland/article157142954/Paranoide-narzisstische-Persoenlichkeiten.html

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