Richter lassen sich von Medien beeinflussen

Unglaublich aber wahr: Einer Studie zufolge lassen sich Richter und Staatsanwälte durch die öffentliche Berichterstattung über »ihre« Fälle beeinflussen.

Die Studie der Universität Mainz in Zusammenarbeit mit Consilium Rechtskommunikation hat es in sich: 580 Richter und Staatsanwälte aus 11 Bundesländern wurden über ihr Verhältnis zu den Medien befragt.

Die Ergebnisse:

  • Rund 50 Prozent der Befragten gab an, die Berichterstattung ihrer Fälle »intensiv« zu verfolgen.
  • Mehr als jeder zweite Staatsanwalt dachte bei seinem Plädoyer bereits an das öffentliche Echo.
  • 55 Prozent der Richter und Staatsanwälte haben sich schon über Medienkritik zu ihren Verfahren geärgert.
  • Jeder dritte Staatsanwalt führt deshalb bereits Pressegespräche.
  • 24 Prozent der Richterinnen und Richter bauen Beziehungen zu Journalisten auf.

Das erschreckende Fazit der Studie: Staatsanwälte und Richter lassen sich von Medien beeinflussen. Aber nicht nur die. Auch Zeugen oder Angeklagte stünden unter dem Einfluss der Berichterstattung.


Quelle:
DER SPIEGEL 23/2018

2 KOMMENTARE

  1. Was beweist das? Es beweist, dass die Gewaltenteilung in Deutschland nicht funktioniert. Aber wie sollte das auch? Die Richter werden ja ernannt und nicht etwa von den Juristen gewählt. Da die Politiker die Richter erenennen müssen die sich mit den Politikern, die darauf Einfluss nehmen können gut stellen, also wenn der Justizminister die freie Meinungsäußérung beschneidet müssen die Richter dies bestätigen; denn sonst haben sie kein berufliches Vorkwärtskommen mehr.
    Die Medien schreiben was die Kanzlerin will und wenn etwas gegen das Recht ist finanziert der Staat (besser gesagt die Regierung mit Steuergeldern) entsprechende Demonstrationen – wie jetzt zur Seebrücke oder aber sie unterstützt undemokratische Terroristen, die Bürger drangsaliert, wenn sie ihr recht wahrnehmen wollen und das teilweise mit Polizeiunterstützung wie beim ersten Frauenmarsch in Berlin und jetzt beim Frauenprotest in Bremen

  2. Das bedeutet vereinfacht, dass die Judikative zum Kotau vor der 5.-ten Macht (zwangsgeldfinanzierter Medienmafia bestehend aus ÖR und 6 maßgeblich privat-/parteifinanzierten Medienkonzernen) pathologisch und chronisch einknickt! Justitia ohne Eierstöcke, nicht gebärfreudig, eher nymphoman gepolt.

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