So wird Ihre GEZ-Zwangsgebühr aufgeteilt

Die Öffentlich-Rechtlichen fordern immer mehr Geld, obwohl die Gebührensteigerung schon doppelt so hoch ausfällt wie die Verbraucherpreissteigerung. Aber WER bekommt überhaupt WAS von Ihrem Beitrag?

Gebührensteigerung doppelt so hoch wie Verbraucherpreissteigerung

Die Gebühreneinnahmen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks betrugen 2017 acht Milliarden Euro. Acht (!) Milliarden!

Zum Vergleich: 1995 waren es »nur« 4,7 Milliarden gewesen.

Das ist ein Plus von 70 Prozent in 22 Jahren. Im gleichen Zeitraum stiegen die Verbraucherpreise aber lediglich um 33,4 Prozent.[i]

Damit ist die Gebührensteigerung doppelt so hoch wie die Steigerung der Verbraucherpreise und immer noch fordert man mehr Geld!

So wird Ihre Zwangsgebühr aufgeteilt

In § 8 ist der monatliche Beitrag festgesetzt. Dieser beträgt derzeit 17,50 Euro im Monat pro Haushalt, unabhängig, ob Sie Geräte nutzen oder nicht.

Die Verteilung des Rundfunkbeitrags ist nach § 9 folgendermaßen geregelt:

  • Die in der ARD zusammengeschlossenen Landesrundfunkanstalten erhalten einen Anteil von 71,7068 Prozent
  • Das ZDF einen Anteil von 25,3792 Prozent
  • Das Deutschlandradio 2,9140 Prozent.[i]

Aber auch die Landesmedienanstalten erhalten einen Anteil Ihres Zwangsbeitrags:

Die Höhe des Anteils der Landesmedienanstalten beträgt 1,8989 Prozent des Rundfunkbeitragsaufkommens. Doch vorab beträgt der Sockelbetrag 511.290 Euro. Der verbleibende Betrag steht den einzelnen Landesmedienanstalten, im Verhältnis des Aufkommens aus dem Rundfunkbeitrag, in ihren Ländern zu.[ii]

Oder anders ausgedrückt, von den 17,50 Euro Monatsgebühr erhalten:

ARD: 12,37 Euro, ZDF/Deutschlandradio und die Landesmedienanstalten: 5,13 Euro[iii]

Neue Erhöhungen sind nicht ausgeschlossen.

[i] http://www.landesrecht-mv.de/jportal/portal/page/bsmvprod.psml?showdoccase=1&doc.id=jlr-RdFunkFinStVtrMVrahmen&doc.part=X&doc.origin=bs&st=lr
[ii] Ebd.
[iii] http://www.ard.de/home/die-ard/fakten/Verwendung_der_17_50_Euro_Rundfunkbeitrag/309602/index.html


Quellen:

[i] Zahlen ARD, ZDF, in: DER SPIEGEL 41/2017, S. 11
[ii] http://www.landesrecht-mv.de/jportal/portal/page/bsmvprod.psml?showdoccase=1&doc.id=jlr-RdFunkFinStVtrMVrahmen&doc.part=X&doc.origin=bs&st=lr
[iii] Ebd.
[iv] http://www.ard.de/home/die-ard/fakten/Verwendung_der_17_50_Euro_Rundfunkbeitrag/309602/index.html

4 KOMMENTARE

  1. Zwangsgeld für die Erziehungsanstalten sofort abschaffen. Rückzahlung des bisher widerrechtlich eingetriebenen Geldes.

  2. Viel interessanten wäre gewesen, aufzuzeigen, wie viele Millionen für Pensionen von abgehalfterten Politikern und Funktionären ausgegeben werden, die z.B. einen Aufsichtsratsposten innehatten – und wie viel für diejenigen, die tatsächlich Programm machen.

  3. Hallo,
    Es wird wirklich Zeit diesen Beitrag ganz und ersatzlos abzuschaffen. Dänemark hat es schon vorgemacht.Es wird soviel unnützes Geld in alle möglichen Prestige-Projekte gepumpt-ebenfalls aus den Taschen der Steuerzahler. Man kann es nur selbstherrlich nennen. Hinzu kommt noch, das in den Öffentlich-Rechtlichen sowieso nicht objektiv berichtet wird. Da ich auch kein Vielnutzer von TV bin, habe ich folgendes anberaumt:
    Abkündigen der Vertäge mit dem Kabelbetreiber(Internet/Telefon: 34€, TV-HD: 18,90€) und bei Mobilfunkanbieter Internet/Telefon
    für 25€ und Handy o.Grundgebühr(15Cent/min. kein Smartphon). Somit spare ich ca. 28€. Das ändert zwar erst mal nichts am Zwangsbeitrag, aber irgendwann, wenn Viele diesen Weg gehen, könnte es zum Umdenken führen.

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