WDR-»Sexskandal« weitet sich aus

Immer mehr neue Vorwürfe und einer der Beschuldigten sei sogar von der Führungsriege »gedeckt« worden. Ich fordere daher Gehaltskürzungen bei den Verantwortlichen und disziplinarische Maßnahmen. Schließlich werden sie von unseren GEZ-Zwangsgebühren fürstlich entlohnt.

So weit ist es schon gekommen!

Die Vorwürfe wegen sexueller Belästigungen im Sender häufen sich. Deshalb hat der WDR nun ein Maßnahmenpaket für eine bessere Prävention beschlossen. Es beinhaltet:

  • Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird schriftlich mitgeteilt, dass der Sender sexuelle Belästigung nicht duldet.
  • Beschwerdestellen werden genannt.
  • Führungskräfte sollen zusätzlich geschult und sensibilisiert werden.
  • Dialogveranstaltungen sind geplant.
  • Eine externe Ombudsstelle soll eingerichtet werden, an die sich Betroffene wenden können.

Führungsriege soll wenig unternommen haben

Und das ist die Vorgeschichte dazu:

Zwei Korrespondenten sollen jahrelange Kolleginnen sexuell belästigt haben und die WDR-Führungsriege ging dem kaum nach. So jedenfalls die Erkenntnisse des SPIEGEL.

Die Spitze des Senders, allen voran die sonst so moralisierenden

  • Tina Hassel (Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios und damalige Leiterin der WDR-Auslandsredaktion)
  • Monika Piel (damalige Intendantin)
  • Jörg Schönenborn (Fernsehdirektor)

unternahmen offenbar wenig, obwohl sie schon 2010 darüber informiert gewesen sein sollen.

Entblößt und bedrängt

Die betroffenen Frauen berichteten davon, dass

  • sich einer der Beschuldigten entblößt habe,
  • immer wieder auf die Brüste geschaut habe,
  • der Beschuldigte sie bedrängt habe, abends mit ihm wegzugehen,
  • per Mail sexuelle Avancen gemacht worden seien,
  • bei einem Fest mit seinem Handy unter den Rock tanzender Frauen gefilmt worden sei,

einer Praktikantin während einer Dienstreise auf ein Hotelzimmer geladen, Champagner gereicht und auf dem Laptop einen Pornofilm gezeigt worden sein soll.

Jahrelang gedeckt?

Der WDR teilte mit, dass die damaligen Verantwortlichen den Hinweisen »intensiv und sorgfältig« nachgegangen seien, die Beschuldigungen sich jedoch weder »entkräften noch belegen lassen«.

Doch Schönenborn beförderte einen der Beschuldigten noch auf eine Korrespondentenstelle. BILD schreibt sogar davon, dass ein wegen sexueller Übergriffe beurlaubter Auslandskorrespondent »von Vorgesetzten jahrelang gedeckt worden sein soll«.

Aber auch die ehemalige WDR-Fernsehdirektorin Verena Kulenkampf gerät immer mehr ins Visier: Nach Informationen hatte sie spätestens seit 2010 Kenntnis über sexuelle Belästigungen in der Programmgruppe Ausland. BILD konfrontierte Kulenkampf daher mit den Vorwürfen. Sie erklärte: »Davon ist mir nichts bekannt. Ich kann mich an nichts erinnern.«

BILD: »Inzwischen meldeten sich nach WDR-Angaben viele weitere Frauen mit Belästigungsvorwürfen.« Ein Grund mehr die fett dotierten Gehälter kritisch zu hinterfragen.

Ich fordere deshalb Gehaltskürzungen bei den Verantwortlichen und disziplinarische Maßnahmen. Schließlich werden sie von unseren GEZ-Zwangsgebühren fürstlich entlohnt.


Quellen:
https://www.bild.de/unterhaltung/tv/wdr/massnahmen-gegen-sexuelle-belaestigung-55439560.bild.html
Der SPIEGEL 16/2018
https://www.bild.de/unterhaltung/leute/wdr/entbloesste-sich-der-korrespondent-vor-seiner-kollegin-55351124.bild.html
https://www.bild.de/unterhaltung/leute/wdr/beschaeftigt-tv-korrespondent-trotz-sexueller-belaestigung-55293410.bild.html
https://www.stern.de/politik/deutschland/sexuelle-belaestigung-bleibt-fuer-wdr-korrespondeten-weitgehend-folgenlos-7925616.html
https://correctiv.org/blog/2018/04/04/recherche-sexuelle-belastigung-bleibt-fur-wdr-korrespondent-weitgehend-folgenlos/

6 KOMMENTARE

  1. Kaum zu glauben bei dem PERSONAL? Also ich wüßte nicht wen ich da anfassen sollte, so lange Zangen gibt es garnicht, oder doch?

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