Wird Flüchtlings-Antisemitismus »Rechten« zugeschoben?

Offiziell gehen 94 Prozent antisemitischer Straftaten von »Rechten« aus. Jüdische Opfer geben aber 81 Prozent muslimische Täter an. Verrückt: Ein Hitlergruß von Hisbollah-Anhängern wird als »rechtsextrem« eingestuft.

Rechtsradikale oder Flüchtlinge?

In fast ALLEN GEZ-Medien wurde nach der »Gürtelattacke« eines syrischen Flüchtlings auf einen jüdischen Kippa-Träger SOFORT und reflexartig hervorgehoben, dass die MEISTEN antisemitischen Straftaten von RECHTEN ausgingen.

Die Lückenmedien nahmen dafür die vom Bundeskriminalamt jährlich veröffentlichte Statistik »Politisch Motivierte Kriminalität« (PMK) zur Hand, die bundesweit 1.468 antisemitische Straftaten aufweist. 1381 davon ordnete die Polizei Tätern mit politisch rechter Motivation zu. Das entspricht rund 94 Prozent (Angriffe, Bedrohungen, Sachbeschädigungen…).

Natürlich jubeln die Medien, denn demnach ist die antisemitische Hasskriminalität nahezu vollständig ein Problem von Rechtsradikalen und NICHT von Flüchtlingen. Soweit die OFFIZIELLE Mainstream-Darstellung.

Jüdische Opfer widersprechen

Nicht beachtet wird die Studie »Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus in Deutschland« vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. Dort gaben jüdische Opfer von antisemitischen Gewaltdelikten an, dass die mutmaßlichen Täter zu 81 Prozent einer muslimischen Gruppe angehört hätten.

Hoppla!

Deidre Berger und Fabian Weißbarth vom American Jewish Committee (AJC) in Berlin kritisieren, dass »eine Parole wie ‚Juden raus‘ fast ausschließlich dem Rechtsextremismus zugeordnet wird, obgleich man über die Hintergründe nur wenig weiß«. Und weiter: Vorfälle mit NS-Bezug seien statistisch fast immer rechts, was dazu geführt habe, dass selbst »ein Hitlergruß von Hisbollah-Anhängern auf der islamistischen Al-Quds-Demo als rechtsextrem eingruppiert« worden sei.

Genau das aber ist politisch nicht korrekt, denn die Antisemiten müssen offenbar Rechte und keine Muslime sein.

Politisch korrekt relativieren

Und so versucht auch der ARD-Faktenfinder schnell zu relativieren (Hervorhebungen durch mich):

»Klar ist: Im Schnitt mindestens vier Mal am Tag kommt es in Deutschland zu einem antisemitischen Vorfall, die Dunkelziffer dürfte weit darüber liegen. Der Antisemitismus musste keinesfalls erst nach Deutschland ‚importiert‘ werden, sondern ist seit Jahrhunderten virulent – mit dem Menschheitsverbrechen der Ermordung von sechs Millionen europäischen Jüdinnen und Juden als traurigem Höhepunkt. Doch einige der neu zugewanderten Gruppen zeigen laut Untersuchungen eine erhebliche Neigung zu Antisemitismus und antisemitischer Gewalt.«

Und auch die statistische Aussagekraft von 81 Prozent mutmaßlich muslimischen Tätern, die in der Bielefelder Studie von Gewalt-Opfern angegeben wurde, wird schnell relativiert, denn es kann ja nicht sein, was nicht sein darf (Hervorhebungen durch mich):

»Der deutsch aussehende Nachbar oder die deutsche Arbeitskollegin wird vermutlich eher als Nachbar bzw. Arbeitskollegin und nicht als christliche Person beschrieben, wohingegen ein Nachbar bzw. eine Arbeitskollegin, der oder die muslimisch ist oder vermeintlich so aussieht, eher als muslimische Person beschrieben wird. Dies kann hier zu Verzerrungen führen.«

Offizielle Statistik wird auch kritisiert

Die PKS-Statistik, die aussagt, dass 94 Prozent aller antisemitischen Straftaten von »rechts« ausgehen, ist den Medien natürlich angenehmer. Doch auch diese Statistik steht in der Kritik und zwar von der Polizei selbst.

Für den Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) ist die PKS »kein getreues Spiegelbild der Kriminalitätswirklichkeit, sondern eine je nach Deliktsart mehr oder weniger starke Annäherung an die Realität. Die PKS ist lediglich eine Strichliste, ein Arbeitsnachweis ohne inhaltliche Bewertung des zeitlichen und ermittlungstaktischen Aufwands.«


Quellen:
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2017/pmk-2016-hasskriminalitaet-2001-2016.pdf?__blob=publicationFile&v=4
https://uni-bielefeld.de/ikg/daten/JuPe_Bericht_April2017.pdf
http://faktenfinder.tagesschau.de/hintergrund/antisemitismus-147.html
https://causa.tagesspiegel.de/kolumnen/causa-autoren-1/die-amtliche-polizeistatistik-zum-antisemitismus-muss-ueberarbeitet-werden.html
https://ajcberlin.org/sites/default/files/ajc_studie_gefluechtete_und_antisemitismus_2017.pdf

3 KOMMENTARE

  1. Nun, die allermeisten „rechten Delikte“ sind sogn. „Meinungsdelikte“, alse Verwendung von „verfassungsfeindlichen Symbolen“ etc., bei denen niemand verletzt oder geschädigt wird. Anders eben als bei „linksextremer Gewalt“, bei der Autos angezündet Polizisten und andere Personen verletzt werden

  2. So wie viele Straftaten von Hintergründen nicht registriert und verfolgt werden, wird auch hier nach Kräften verfälscht!

  3. Eine Ergänzung zum obigen Artikel: Seit 2008 werden Hakenkreuz-Schmierereien in der Kriminalitätsstatistik grundsätzlich als „rechte Straftaten“ erfasst, auch wenn die Urheber nicht ermittelt werden konnten, was meistens der Fall ist:

    https://www.welt.de/welt_print/article1858082/Schmierereien-mit-Hakenkreuzen-sind-politische-Straftat.html

    Wenn also antisemitische Muslime dieses Symbol verwenden oder Linksextremisten Hakenkreuze an Wände malen, um die Statistik „aufzuhübschen“, dann gelten offiziell „Rechte“ als die Täter. Auch so treibt man die Zahl der politisch motivierten Straftaten von rechts in die Höhe.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here