ZDF: Eigene Seite für seine Falschmeldungen

Die anhaltende »Lügen- und Lückenpresse«-Diskussion geht auch am ZDF nicht spurlos vorüber. Der Sender veröffentlicht seine eigenen Falschmeldungen auf seiner Homepage, verpasst aber eine einmalige Chance …

ZDF bekennt sich zu »Fehlern«

Die anhaltende Kritik an der tendenziösen Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen GEZ-Medien geht nicht spurlos an diesen vorüber. Das ZDF hat reagiert und auf seiner Homepage eine Seite mit dem Titel »Korrekturen und Richtigstellungen« ins Leben gerufen.

Auf ihr heißt es: »Wer 24 Stunden am Tag sendet, online wie im TV, dem unterlaufen trotz aller Anstrengungen von Redaktion und Korrespondenten auch Fehler. Hier stellen wir sie richtig.«

Aha! Und weiter:

»Als Journalisten fühlen wir uns den Prinzipien von Faktentreue, Trennung von Bericht und Kommentar, von Vielfalt verpflichtet. Aber wir wissen auch: Wer 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche sendet, im TV wie online, dem unterlaufen trotz aller Anstrengungen von Redaktion und Korrespondenten auch Fehler. Dazu bekennen wir uns. Deshalb haben wir auf heute.de nach dem Vorbild der ‚New York Times‘ die Rubrik ‚Korrekturen‘ eingerichtet. Auf dieser Seite weisen wir auf Fehler, die wir in der Berichterstattung gemacht haben, hin und korrigieren sie. Das können Fehler oder Unkorrektheiten sein, die wir in selbstkritischer Betrachtung unserer Arbeit selbst erkennen, aber auch solche, auf die uns Betroffene, Experten oder unser Publikum aufmerksam machen.

Wir glauben, dass Transparenz das beste Gegenmittel gegen Verschwörungstheorien und Manipulationsvorwürfe ist. Das ZDF hat als öffentlich-rechtlicher Sender eine besondere Verpflichtung gegenüber seinem Publikum. Wir wissen, wie wichtig die Berichterstattung in unseren Nachrichtensendungen, Magazinen oder Dokumentationen für den Zusammenhalt der Gesellschaft ist. Wir verstehen die ‚Korrekturen‘-Rubrik – neben unseren weiteren Transparenz-Angeboten – als Beitrag zur Offenheit gegenüber dem Beitragszahler und zur internen Fehlerkultur. Wir arbeiten mit aller Gewissenhaftigkeit daran, Fehler zu vermeiden. Wo sie dennoch passieren, werden wir Fehler in chronologischer Reihenfolge auflisten und ‚Korrekturen‘ vornehmen.

Neun Jahre alte Bilder für einen aktuellen Beitrag verwendet

Beispiele als bisherige »Korrekturen« aus den ZDF-Sendungen:

  • »In einem heute.de-Artikel vom 19. März hieß es, dass Hartz-IV-Bezieher mitunter mehr Geld zur Verfügung hätten als Arbeitnehmer. Konkret ging es um die Frage, wie viel Geld einer vierköpfigen Familie zur Verfügung steht, wenn es nur einen Verdiener gibt. Diese Berechnung, die aus einem Medienbericht stammte, war fehlerhaft, da das Kindergeld nicht miteinbezogen worden war, das bei Hartz-IV-Empfängern mit den sonstigen Bezügen verrechnet wird.«
  • »In der Sendung heute Xpress und einem Tweet des ZDFheute-Accounts am 14. März hieß es, seit 2012 seien an Schulen in den USA 7.000 Kinder bei Amokläufen ums Leben gekommen. Richtig ist: Seit dem Schulmassaker von Newtown 2012 wurden laut Hochrechnungen der Gruppe ‚Avaaz‘ in den USA 7.000 Kinder durch Schusswaffen getötet.«
  • »In der heuteXpress-Sendung um 16 Uhr vom 12. Februar wurde über den Rosenmontagszug in Mainz berichtet. In der Meldung wurden fälschlicherweise Bilder vom Rosenmontagszug 2017 gezeigt.«
  • »In der heute-Sendung um 19 Uhr vom 1. Januar (2018/MGR) wurde über Demonstrationen in Iran berichtet. Dabei wurden Bilder verwendet, die nicht die aktuellen Protestaktionen zeigen. Die Aufnahmen entstanden während der Unruhen nach den iranischen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2009 und waren nun erneut über Plattformen im Internet verbreitet worden.«

Das ist zwar eine lobenswerte Aktion, allerdings betrifft diese nicht die einseitigen und tendenziösen Berichterstattungen über Themen wie z. B. Syrien, Jemen, Iran, Ukraine, Russland und Trump. Damit bringt sich das ZDF selbst um die Chance, den Zuschauern ernsthaft zu beweisen, wie es mit der OBJEKTIVITÄT ihrer Berichte steht. Schade.


Quelle
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/korrekturen-104.html

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